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Bei mathematischen Ausdrücken gilt eine feste Reihenfolge. Wenn du diese nicht einhältst, bekommst du falsche Ergebnisse!
• Klammern zuerst: Alles innerhalb von Klammern wird zuerst berechnet
• Potenzen und Wurzeln: Werden als Nächstes berechnet (z.B. 3² oder √16)
• Punktrechnung: Multiplikation (·) und Division (:) kommen vor Strichrechnung
• Strichrechnung: Addition (+) und Subtraktion (-) werden zuletzt berechnet
Eine Potenz ist eine abgekürzte Schreibweise für wiederholte Multiplikation:
• 2³ bedeutet: 2 · 2 · 2 = 8 (die Basis 2 wird 3-mal mit sich selbst multipliziert)
• 5² bedeutet: 5 · 5 = 25 (5 zum Quadrat)
Die Wurzel ist die Umkehrung der Potenz:
• √16 = 4, weil 4 · 4 = 16
• √25 = 5, weil 5 · 5 = 25
Ein Term ist ein mathematischer Ausdruck mit Zahlen und Variablen.
• Gleichartige Terme zusammenfassen: Nur Terme mit der gleichen Variable können zusammengefasst werden
Beispiel: 3x + 5x = 8x ✅ | Aber: 3x + 2y kann NICHT zusammengefasst werden ❌
• Ausmultiplizieren: Jeden Term in der Klammer mit dem Faktor davor multiplizieren
Beispiel: a · (b + c) = ab + ac
Auf der Zahlengeraden sind Zahlen weiter rechts immer größer als Zahlen weiter links.
• Negative Zahlen sind immer kleiner als positive Zahlen
• Bei negativen Zahlen gilt: Je größer die Zahl hinter dem Minus, desto kleiner ist sie!
Beispiel: -5 < -2 < 0 < 3 < 7
• Brüche vergleichen: Am einfachsten als Dezimalzahlen umrechnen
Beispiel: 1/3 ≈ 0,333 | 2/5 = 0,4 | 3/4 = 0,75
Eine lineare Gleichung hat die Form ax + b = c. Das Ziel: x alleine auf einer Seite!
• Schritt 1: Klammern auflösen (falls vorhanden)
• Schritt 2: Alle x-Terme auf eine Seite bringen, alle Zahlen auf die andere
• Schritt 3: Durch den Faktor vor x teilen
Bei einem Gleichungssystem hast du zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten (x und y).
• Einsetzverfahren:
1. Löse eine Gleichung nach x (oder y) auf
2. Setze das Ergebnis in die andere Gleichung ein
3. Löse nach der verbleibenden Variable auf
• Additionsverfahren:
1. Multipliziere die Gleichungen so, dass eine Variable den gleichen Faktor hat
2. Addiere oder subtrahiere die Gleichungen, sodass eine Variable wegfällt
3. Löse nach der verbleibenden Variable auf
Bei Sachaufgaben musst du den Text in eine Gleichung übersetzen.
• Schritt 1: Was ist gesucht? Eine Variable einführen (z.B. x)
• Schritt 2: Informationen aus dem Text als Gleichung aufschreiben
• Schritt 3: Gleichung lösen
• Schritt 4: Antwortsatz schreiben!
Eine Funktion ordnet jedem x-Wert genau einen y-Wert zu.
• Schreibweise: f(x) = 2x + 1 bedeutet: Setze eine Zahl für x ein und rechne den y-Wert aus
• f(3) bedeutet: Setze x = 3 ein → f(3) = 2·3 + 1 = 7
Eine Funktion kann dargestellt werden als:
• Gleichung: f(x) = 2x + 1
• Wertetabelle: x-Werte einsetzen und y-Werte berechnen
• Graph: Punkte im Koordinatensystem einzeichnen und verbinden
In der Gleichung y = mx + b sind zwei wichtige Werte versteckt:
• m = Steigung: Gibt an, wie steil die Gerade ist
m = 2: Gehe 1 Schritt nach rechts → 2 Schritte nach oben
m = -1: Gehe 1 Schritt nach rechts → 1 Schritt nach unten
m = 0: Die Gerade ist waagerecht (horizontal)
• b = y-Achsenabschnitt: Der Punkt, an dem die Gerade die y-Achse schneidet (bei x = 0)
So zeichnest du eine lineare Funktion y = mx + b:
• Schritt 1: Markiere den y-Achsenabschnitt b auf der y-Achse (das ist dein Startpunkt)
• Schritt 2: Gehe von dort mit der Steigung weiter: 1 nach rechts, m nach oben (oder unten bei negativem m)
• Schritt 3: Verbinde die Punkte mit einem Lineal zu einer Geraden
Wichtige Punkte ablesen:
• Nullstelle: Wo schneidet die Gerade die x-Achse? → Setze y = 0 und löse nach x auf
• Schnittpunkt zweier Geraden: Setze die beiden Gleichungen gleich und löse nach x auf
Die Normalform ist die Standardform, die du brauchst, um die pq-Formel anwenden zu können:
x² + px + q = 0
Jede quadratische Gleichung kann in diese Form gebracht werden:
• Wenn ein Faktor vor x² steht: Teile die gesamte Gleichung durch diesen Faktor
• Wenn die Gleichung nicht = 0 ist: Bringe alles auf eine Seite
Mit der pq-Formel löst du jede quadratische Gleichung in Normalform:
So wendest du sie Schritt für Schritt an:
• Schritt 1: Gleichung in Normalform bringen (Faktor vor x² muss 1 sein!)
• Schritt 2: p und q ablesen
• Schritt 3: In die Formel einsetzen
• Schritt 4: Einmal mit + und einmal mit - rechnen → ergibt bis zu zwei Lösungen!
Der Ausdruck unter der Wurzel in der pq-Formel heißt Diskriminante D:
Die Diskriminante verrät dir, wie viele Lösungen die Gleichung hat:
• D > 0 (positiv): Es gibt 2 verschiedene Lösungen → Die Parabel schneidet die x-Achse zweimal
• D = 0 (null): Es gibt genau 1 Lösung → Die Parabel berührt die x-Achse
• D < 0 (negativ): Es gibt keine Lösung → Die Parabel erreicht die x-Achse nicht
Eine quadratische Funktion kann in zwei Formen geschrieben werden:
• Normalform: y = ax² + bx + c (gut zum Rechnen)
• Scheitelpunktform: y = a(x - d)² + e (gut zum Ablesen des Scheitelpunkts)
Der Scheitelpunkt S(d|e) ist der tiefste oder höchste Punkt der Parabel.
Nullstellen sind die x-Werte, an denen die Parabel die x-Achse schneidet (also wo y = 0 ist).
So berechnest du Nullstellen:
• Schritt 1: Setze y = 0
• Schritt 2: Bringe die Gleichung in Normalform
• Schritt 3: Wende die pq-Formel an
Der Faktor a (vor dem x²) bestimmt die Öffnungsrichtung der Parabel:
• a > 0 (positiv): Parabel öffnet nach oben ∪ → hat ein Minimum (Tiefpunkt)
• a < 0 (negativ): Parabel öffnet nach unten ∩ → hat ein Maximum (Hochpunkt)
Was |a| (der Betrag von a) beeinflusst:
• |a| > 1: Parabel ist schmaler als die Normalparabel
• |a| < 1: Parabel ist breiter als die Normalparabel
• |a| = 1: Normalparabel (y = x²)
Beim linearen Wachstum wird in jedem Zeitschritt der gleiche Betrag addiert oder subtrahiert.
Beispiel: Ein Baum ist 150 cm hoch und wächst jedes Jahr um 20 cm.
Nach 5 Jahren: 150 + 20 · 5 = 250 cm
Beim exponentiellen Wachstum wird mit einem festen Faktor multipliziert. Die Zunahme wird dabei immer größer!
Die Verdopplungszeit ist die Zeit, in der sich eine Größe verdoppelt.
Die Halbwertszeit ist die Zeit, in der sie auf die Hälfte sinkt.
Beispiel Halbwertszeit: 100g einer Substanz, Halbwertszeit = 10 Jahre
• Nach 10 Jahren: 50g
• Nach 20 Jahren: 25g
• Nach 30 Jahren: 12,5g
Bei der Prozentrechnung gibt es drei Größen:
• Grundwert G: Das Ganze (= 100%)
• Prozentwert W: Der Teil, der einem bestimmten Prozentsatz entspricht
• Prozentsatz p: Der Anteil in Prozent
Rabatt wird vom Preis abgezogen. Mehrwertsteuer (MwSt) wird hinzugefügt.
• Rabatt berechnen:
Neuer Preis = Alter Preis · (1 - Rabatt/100)
Beispiel: 50 € mit 20% Rabatt = 50 · 0,80 = 40 €
• Mehrwertsteuer (in Deutschland 19%):
Netto → Brutto: Netto · 1,19 = Brutto
Brutto → Netto: Brutto / 1,19 = Netto
Zinsen sind der Preis dafür, dass man sich Geld leiht (oder die Belohnung fürs Sparen).
Beispiel Zinseszins:
1000 € bei 4% für 5 Jahre: K₅ = 1000 · 1,04⁵ ≈ 1216,70 €
Hier sind die wichtigsten Flächenformeln:
Für dreidimensionale Körper gibt es Formeln für Volumen (Rauminhalt) und Oberfläche:
Beim Umrechnen musst du die Umrechnungsfaktoren kennen:
• Länge: 1 m = 100 cm = 1000 mm
• Fläche: 1 m² = 10.000 cm² (= 100 × 100)
• Volumen: 1 m³ = 1.000.000 cm³ (= 100 × 100 × 100)
Im rechtwinkligen Dreieck gilt der berühmte Satz:
Anwendungen:
• Hypotenuse berechnen: c = √(a² + b²)
• Kathete berechnen: a = √(c² - b²)
• Prüfen ob rechtwinklig: Wenn a² + b² = c² stimmt → rechtwinklig!
Die trigonometrischen Funktionen beschreiben Seitenverhältnisse im rechtwinkligen Dreieck:
Wichtige Werte zum Merken:
• sin(30°) = 0,5 | cos(30°) ≈ 0,866 | tan(30°) ≈ 0,577
• sin(45°) ≈ 0,707 | cos(45°) ≈ 0,707 | tan(45°) = 1
• sin(60°) ≈ 0,866 | cos(60°) = 0,5 | tan(60°) ≈ 1,732
Mit Trigonometrie kannst du in der Praxis Höhen, Entfernungen und Winkel berechnen.
• Höhe eines Turms berechnen:
Du kennst die Entfernung und den Blickwinkel → tan(α) = Höhe / Entfernung
• Leiter an einer Wand:
Wie hoch reicht sie? → Satz des Pythagoras oder sin/cos verwenden
• Flugzeug-Aufgaben:
Winkel und Entfernungen aus Flughöhe und Bodenentfernung berechnen
Verschiedene Diagrammtypen zeigen Daten auf unterschiedliche Weise:
• Balkendiagramm: Gut für Vergleiche zwischen verschiedenen Kategorien
• Kreisdiagramm: Gut für Anteile am Ganzen (alle Teile zusammen = 360° = 100%)
• Liniendiagramm: Gut für zeitliche Verläufe und Entwicklungen
Diese drei Kennwerte beschreiben einen Datensatz:
• Mittelwert (Durchschnitt): Alle Werte zusammenzählen und durch die Anzahl teilen
Formel: Mittelwert = Summe aller Werte / Anzahl der Werte
• Median (Zentralwert): Der mittlere Wert, wenn alle Werte der Größe nach sortiert sind
Bei gerader Anzahl: Durchschnitt der beiden mittleren Werte
• Spannweite: Größter Wert minus kleinster Wert (zeigt die Streuung der Daten)
Ein Boxplot (auch Box-Whisker-Plot) zeigt die Verteilung von Daten auf einen Blick:
• Minimum: Kleinster Wert
• Unteres Quartil (Q1): 25% der Daten liegen darunter
• Median (Q2): 50% der Daten liegen darunter (Mittelwert der sortierten Daten)
• Oberes Quartil (Q3): 75% der Daten liegen darunter
• Maximum: Größter Wert
Die Box: Zeigt die mittleren 50% der Daten (von Q1 bis Q3)
Interquartilsabstand (IQR): Q3 - Q1 (Breite der Box, zeigt Streuung)
Wahrscheinlichkeit gibt an, wie wahrscheinlich ein Ereignis eintritt.
Wichtige Regeln:
• P = 0 bedeutet: Das Ereignis ist unmöglich
• P = 1 bedeutet: Das Ereignis ist sicher
• P = 0,5 bedeutet: 50-50 Chance (z.B. Münzwurf)
Rechenregeln:
• Oder-Regel: P(A oder B) = P(A) + P(B) (wenn sich A und B ausschließen)
• Und-Regel: P(A und B) = P(A) · P(B) (bei unabhängigen Ereignissen)
Ein Baumdiagramm stellt mehrstufige Zufallsexperimente übersichtlich dar.
Die zwei wichtigen Pfadregeln:
• 1. Pfadregel (Produktregel): Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades werden multipliziert
Beispiel: P(Kopf UND Kopf) = 0,5 · 0,5 = 0,25
• 2. Pfadregel (Summenregel): Wahrscheinlichkeiten verschiedener Pfade zum gleichen Ergebnis werden addiert
Beispiel: P(genau 1× Kopf bei 2 Würfen) = P(KZ) + P(ZK) = 0,25 + 0,25 = 0,50